Hypnose - Regression - Energiearbeit

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Geschichte der Hypnose

Als ich anfing mich mit Hypnose zu beschäftigen, interessierte mich auch die Geschichte. Ich wollte wissen was ist Hypnose eigentlich,  wo,  wie und seit wann gibt es diese Technik. Bei den Recherchen war ich so fasziniert, dass ich schon regelrecht “hypnotisiert” war beim Lesen. Ich vergaß alles um mich herum und tauchte ein in eine spannende Welt, die mich an viele Orte der Erde führte. Ich begegnete Wunderheilungen, Religion, Hexerei, mystischen Phänomenen und wissenschaftlichen Untersuchungen, bei denen auch Selbstversuche eine Rolle spielten.

Mir wurde klar, dass so etwas wie Hypnose schon so lange existieren muss, wie es den Menschen gibt. Nur hatte es damals noch nicht diesen Namen.

Schon vor 6000 Jahren, das ist belegt, waren uralte Praktiken der Hypnose bekannt. Aus Keilschriften aus den Ländern am Euphrat und Tigris wissen wir, dass das älteste bekannte Kulturvolk der Erde, die Sumerer, bereits im vierten Jahrtausend vor Christus die Hypnose kannten und in gleicher Weise anzuwenden verstand, wie dies noch heute geschieht. Besonders ausgebildete Priesterärzte heilten Kranke durch hypnotische Suggestionen im Schlaf.

Auch von Indien und Ägypten gibt es ensprechende Schriften, wonach Priester gleichzeitig auch die Ärzte des Volkes waren. Es wird berichtet, dass diese den Kranken glänzende Metallscheiben vor die Augen hielten, um die Augen zu ermüden und so einen hypnotischen Schlaf herbeizuführen. Dies sind die Anfänge der auch heute noch gebräuchlichen Fixationsmethode. Das Handauflegen mit entsprechenden Suggestionen war ebenfalls bereits bekannt. Es gab Tempel, in denen Kranke schlafen durften, um bei den Göttern Heilung zu suchen.

Dieser Tempelschlaf war auch in Griechenland bekannt. Zur Vorbereitung mussten die Kranken eine zeitlang Diät halten und erhielten wohlriechende Bäder und rituelle Waschungen. Der Priester erzählte dem Kranken von den bereits erfolgten Heilungen und erhöhte so die Erwartungsspannung. Dann erst durften sich die Kranken im Tempel zum Schlaf niederlegen. Während des Schlafes flüsterten Priester den Kranken bestimmte Suggestionen ins Ohr und aktivierte so die Selbstheilungskräfte. Die Kranken mussten auch vorher geloben, die „Anweisungen“ der Götter, die sie im Schlaf erhielten, zu befolgen. Für schwer hypnotisierbare Kranke gab es auch damals schon medialbegabte Priester, die in Trance mit den Göttern Kontakt herstellten. Man nutze auch die Wirkung von Kräutern, und Kräuterdämpfen.

Die Anwendung der Hypnose in Form des Tempelschlafs hielt sich bis Mitte des 6. Jahrhunderts. Dann vollbrachten mehr und mehr christliche Mönche, sowie Päpste und Könige, Wunderheilungen mit Gebeten, Weihwasser und Reliquien von Märtyrern sowie durch Handauflegen.

Im 11. Jahrhundert findet sich die erste Überlieferung der Selbsthypnose bei einem Mönchsorden, den Hesychasten auf dem Berg Athos. Diese führten die Selbsthypnose herbei indem sie ihren Blick auf den eigenen Nabel richteten. Daher wurden sie auch die Nabelbeschauer genannt.

Theophrastus Bombastus von Hohenheim ( 1493 – 1541) genannt Paracelsus erklärte, dass für die Heilung der „innere Arzt“massgeblich sei.

Im Mittelalter geriet diese Heilkunst  in Verruf. Jeder, der sie auszuüben verstand, geriet in Gefahr, als Teufelsbeschwörer verbrannt zu werde. Darum “vergaß” man sie lieber.

Mitte des 18. Jahrhunderts hat der Arzt Franz Anton Mesmer auf ungewöhnliche Weise die Hypnose wieder zum internationalen Interesse gebracht.
Ein bekannter Jesuitenpater und Astronom, der Professor Maximilian Hell (1720 – 1792) führte zahlreiche „magnetische Kuren“ durch. Er fertige Magnete in der Form der erkrankten Organe an und befestigte diese auf den schmerzenden Körperteilen. Die Ergebnisse waren überraschend. Er heilte so 60 bis 70 % der Kranken.
Mesmer wurde dadurch angeregt und fand heraus, dass es auch ohne diese „Magnete“ funktioniert. Er übertrug das von ihm selbst ausgehende „Fluidum“ zur „Magnetisierung“ der Kranken durch Streichbewegungen, den nach ihm benannten „Mesmerischen Strichen“. Mit ihm begann die moderne Geschichte der Hypnose.
Heute noch wird sein Name in Zusammenhang mit der Hypnose genannt.
Mesmer gilt auch als Vorkämpfer der modernen Psychotherapie.

Zu dieser Zeit begann auch die wissenschaftliche Erforschung der Hypnose. 1784 wurde von der französischen Akademie der Wissenschaften auf Anordnung des Königs eine Kommision gebildet, die die Lehre Mesmers überprüfen sollte.

Anfang des 19. Jahrhunderts gab Abbé Faria ein Anstoß zur heutigen Suggestionslehre. Seine Hypnosemethode bestand darin, dass er einfach an den Kranken herantrat, ihn scharf anblickte und im plötzlich zurief: „Dormez!“ (Schlaf!) Wir finden hier die Vorläufer der Schreckhypnose. Faria erklärte, dass es keines Fluidums bedarf, wie Mesmer behauptete, sondern die Suggestion die entscheidende Wirkung auslöse.

Endlich bekam das „Kind“ auch seinen Namen: „Hypnose“. Der englische Augenarzt James Braid benannte 1843 den künstlichen Schlaf nach dem griechischen Wort hypnos = Schlaf, nachdem er mit einer Fixationsmethode mehrere Versuchspersonen in einen schlafähnlichen Zustand versetzte.

Natürlich wurden alle Methoden immer wieder hin- und hergeprüft, bestätigt, verworfen, weiterentwickelt und es entstanden mehrere „Schulen“. Die bekanntesten sind die Schule von Nancy und die Pariser Schule.
Schüler der Schule von Nancy war z.b. Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse.
Emile Coué entwickelte die Lehre von der Autosuggestion und prägte den Lehrsatz: „Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns, sondern die Vorstellungskraft.“
Er folgerte, dass jeder Mensch sich selbst hypnotisieren könne und eine Heilung durch Selbstsuggestion zu erreichen sei.

Ein Forscher unserer Zeit entwickelte ein besonderes Verfahren der Selbsthypnose, das „Autogene Training“ ( autogen heißt selbsterzeugend). Ziel dieses Trainings ist in erster Linie eine konzentrative Selbstentspannung und bewirkt erhöhte Konzentration, Gelassenheit, Selbsterziehung und eine deutliche Leistungssteigerung.
Erwähnen möchte ich noch den amerikanischen Hypnosefachmann Leslie M. Lecron, der mit seinen Lehren und Büchern in unserer Zeit zur weitesten Verbreitung der Hypnose gesorgt hat und wesentlich zum Abbau landläufiger Vorurteile beigetragen hat.

Neben der medizinischen Hypnose entwickelte sich auch die Showhypnose.
Geschichtlich ist über die Showhypnose nicht wirklich etwas zu finden. Der Begriff “Hypnose” wurde ja auch erst 1843 geprägt. Also sucht man unter anderen Namen nach diesen Ereignissen.  Magier, Magnetisten, Hellseher und die Schaubuden auf Jahrmärkten waren  Schauplatz für unerklärliche Phänomene und „Wunderheilungen“. Die Bühnenshow, oder Auftritte in Diskotheken wurden Mitte des 19. Jahrhunderts von einem Hypnotiseur, Cally, in der ehemaligen DDR maßgeblich geprägt.
Einerseits sind Showhypnose und Hypnosetherapie zwei verschiedene Bereiche.
Für die meisten seriösen Hypnotiseure stehen sie jedoch in einem ganz wichtigen Zusammenhang:
Durch eine Show wird das Phänomen “Hypnose” greifbar für die Menschen und das Interesse für die medizinische Hypnose wird geweckt.

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